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チップ Behauptungen

Behauptung 1:
Die Japaner züchten die qualitativ hochwertigsten Koi

Das stimmt. Die Japaner haben durch ihre lange Erfahrung in der Koizucht und die einzigartige Selektion immer noch die besten Koi der Welt. Andere Länder wie Israel oder Südafrika kommen den Qualitätsansprüchen aber immer näher. Jedoch wissen auch die Züchter in diesen Ländern was ein Koi wert sein kann und sind mit ihren so genannten Spitzenkoi nicht billiger als die Japaner.

Behauptung 2:
In Japan gibt es keine Koiseuche

Auch in Japan sind mittlerweile einige KHV Ausbrüche bekannt geworden.
In Japan werden die betroffenen Tiere alle sofort gekeult um eine Ausbreitung der Seuche zu verhindern. Die betroffene Farm wird unter Quarantäne gestellt und ihr wird der Handel untersagt.

Behauptung 3:
In Japan gibt es auch winterfeste Koi

Diese Behauptung ist falsch. Alle Koi nebst den Showtieren und Zuchttieren werden im Herbst aus den Naturteichen genommen und in so genannte Glashäuser verfrachtet. Zum einen um die Koi vor dem Winter zu schützen und zum anderen um die Koi den Kunden präsentieren zu können. Kein namhafter Züchter lässt seine Koi im Freien überwintern. Somit sind alle Koi den Winter nicht gewöhnt und somit auch nicht winterfest.

Behauptung 4:
Der Preis eines Koi richtet sich nach Qualität und Potential

Das stimmt nur zum Teil. Sicherlich kosten gute Koi auch gutes Geld. Jedoch ist der Japaner auch ein Geschäftsmann. Der Preis richtet sich auch nach der Abnahmemenge. Je mehr Koi erworben werden, desto günstiger werden die Kaufpreise, die Verpackungs- und die Lieferpauschalen.

Behauptung 5:
Die Japaner betreiben Medikamentenmissbrauch

Dies ist eine Vermutung. Wahrscheinlich aber richtig. In keinem anderen Land werden so viele Medikamente für Tiere verkauft und gehandelt wie in Japan. Alle Japankoi zeigen sehr viele Resistenzen gegen handelsübliche Antibiotika, was diese Vermutung des Medikamentenmissbrauches nur noch verstärkt.

Behauptung 6:
Junge Koi sind nicht so robust wie alte Koi

Das stimmt zum Teil. Sicherlich haben kleine Koi noch kein ausgeprägtes Immunsystem und sind etwas anfälliger gegen Erkrankungen. Sicherlich sind auch zwei- bis sechsjährige Koi etwas robuster. Jedoch kann man größere und ältere Koi auch einfacher behandeln als Jungfische. Ich warne aber auch vor zu alten Koi. Oftmals haben diese Koi auch bei uns massive Gesundheitsprobleme, warum oder wieso ist nicht immer ersichtlich. Ich denke dabei oftmals an den Spruch:”Einen alten Baum verpflanzt man nicht.” Es wurde auch beobachtet, dass ältere Koi, vor allem Gosanketypen, ein bis zwei Jahre Eingewöhnungszeit bei ihrem neuen Besitzer brauchten.

Behauptung 7:
Tategoi kann jeder in Japan erwerben

Diese Behauptung ist falsch. Zwar kann jeder, der das nötige Kleingeld hat einen Tategoi kaufen, erkennen wird er den Superkoi aber kaum und sein Potential wird er in unseren Regionen auch nicht voll ausschöpfen können. Ein Tategoi ist zu vergleichen mit einem Bonsai. Ein Bonsai wird erst durch den Schnitt und die jahrelange Gestaltung wertvoll. Bei einem Tategoi weiß nur der japanische Züchter welche Blutlinie und welches Potenzial in so einem Koi steckt. Nur die intensive Pflege in einem Naturteich bei optimalen Haltungsbedingungen kann den Tategoi zum Spitzenkoi werden lassen und dazu sind die meisten Koiliebhaber einfach nicht in der Lage. Dies liegt aber nicht nur am Wissen, sondern hauptsächlich an den klimatischen Verhältnissen und den Naturteichen. Bei uns ist es einfach zu lange zu kalt. In Japan sind es fast 6 Monate wo die Nishikigoi bei 20 Grad oder mehr in den Naturteichen schwimmen, bei uns maximal 2 bis 3 Monate. Dazu kommt noch der Naturteich oder besser gesagt Mudpond. Der Japaner sagt, dass es Jahre dauert bis ein Mudpond optimale Ergebnisse liefert.

Behauptung 8:
Tategoi werden bei uns oft angeboten

Diese Behauptung ist falsch. Ein Tategoi ist nicht fertig, er braucht eventuell noch Jahre um zu reifen und sein Potenzial zu entfalten. Somit sind die so genannten Tategoi bei uns zwar recht schöne Koi aber bestimmt keine echten Tategoi wie der Japaner sie selektiert. Auch spielt das Wachstum dabei eine große Rolle. Ein einjähriger Tategoi ist ein Koi aus Tausenden, der sicherlich mehr als 25 cm misst, wenn er klassisch überwintert wird, also nicht bei 20 bis 22 Grad gehältert wird. Tategoi die warm überwintert werden haben meist über 40 cm als Tosai. Die wahren Tategoi sind entweder nicht zu kaufen und wenn ja, dann sicherlich nicht für 500 Euro. Auf Auktionen der Spitzenzüchter in Japan werden für solche einjährigen Nishikigoi zum Teil mehrere 10.000 Euro bezahlt. Diese Koi bleiben aber noch einige Jahre in Japan um das Potenzial auch richtig auszuschöpfen. Ich persönlich halte die Bezeichnung "Tategoi" in unseren Breitengraden oftmals nur für Kundenverar......

Behauptung 9:
Ein Händler hat keine kranken Koi

Diese Behauptung ist falsch. Zwar kann der Händler vieles tun um seine Koi gut zu konditionieren, von Erkrankungen seiner Koi bleibt er aber bestimmt nicht verschont. Ein seriöser Koihändler wird auch nie behaupten, dass seine Koi immer gesund sind. Dies liegt alleine an der nicht zu vermeidenden Massenhaltung und dem ständigen Stress dem die zu verkaufenden Koi immer ausgesetzt sind. Ein seriöser Händler weiß aber wie er seinen Koi helfen kann und wird von einem Fachtierarzt zusätzlich betreut. Allein aus wirtschaftlichem Interesse wird ein seriöser Koihändler immer versuchen die optimalen Haltungsbedingungen für seine Koi zu schaffen und die Verlustrate so gering wie nur irgend möglich zu halten. Zusätzlich wird ein seriöser Koihändler immer versuchen nur gesunde Koi zu verkaufen. Gegen Fehler und schlechte Haltungsbedingungen beim neuen Besitzer ist auch der beste Händler machtlos.

Behauptung 10:
Mein neuer Koi ist krank, ich habe den Koi krank erworben

Diese Behauptung ist oftmals falsch. Zwar kann der Händler nie in den Koi schauen, ein seriöser Händler versucht aber immer nur gesunde Koi zu verkaufen und kontrolliert seinen Bestand ständig. Oftmals vergessen die Kunden, dass viele Erreger immer vorhanden sind und mit dem Fang und Transport der Koi auch ein gewisses Erkrankungsrisiko und ein enormer Stress verbunden ist. Zusätzlich kommt dann der Keimdruck des Altbestandes im Gartenteich, wo die neuen Koi oftmals mit Keimen zu kämpfen haben, die ihr Immunsystem nicht kennt. Um Erkrankungen oder sogar Verlusten der neuen Koi vorzubeugen sollte grundsätzlich eine Quarantäne durchgeführt werden. Ein seriöser Händler gibt gerne Auskunft über die Art und Dauer einer Quarantäne und berät Sie auch ausführlich bei Erkrankungen der Koi, soweit er das mit seinem Wissen kann. Umgekehrt können neue Koi ebenso den Altbestand gefährden.

Behauptung 11:
Der Preis eines Koi richtet sich nach der Nase des Kunden

Diese Behauptung ist in meinem Geschäft falsch. Ein seriöser Händler würfelt keine Koipreise. Bei mir wird die Kalkulation vorab gemacht und dann werden die Becken mit den entsprechenden Preisen ausgezeichnet. Bei Einzeltieren im Showteich wird ein Fotokatalog erstellt, mit allen Angaben zum Koi und dem Endpreis oder die Preise sind auf meiner Homepage mit allen Angaben ersichtlich.

Behauptung 12:
Bei Koiausstellungen sind die Preise schon vorher vergeben

Diese Behauptung ist falsch. Auf jeden Fall bei der Interkoi (Europa Championat) ist das nicht richtig. Bis kurz vor der Ausstellung sind die japanischen Wertungsrichter nicht bekannt. Man kann also keine Absprachen treffen. Hobbyisten und Händler treten gemeinsam an um ihre besten Koi prämieren zu lassen. Glauben Sie mir, wenn eine Absprache möglich wäre, so würden die Hauptpreise wie der Grand Champion (bester Koi der Ausstellung) immer nur von Händlern gewonnen werden, da die Händler sich von dem Hauptpreis auch einen Geschäftsboom erhoffen. In den letzten Jahren wurden diese Preise aber auch durch die Koi von einigen Hobbyisten gewonnen, was eine Absprache ausschließt. Sicherlich sind manche Entscheidungen nicht immer verständlich oder nach zu vollziehen, aber so ist das nun mal, wenn man Tiere begutachtet und prämiert. Manch ein Hundehalter wird da ein Lied von singen können.

Behauptung 13:
Der Händler hat keine Ahnung von Koi, der will nur verkaufen

Diese Behauptung ist in meinem Geschäft falsch. Um einen Handel mit Koi zu betreiben und ein Geschäft zu eröffnen muß man in Hessen einen Fachkundenachweis in Form des § 11 ablegen. Erst nach dem Bestehen dieser Prüfung, in der sowohl Tierschutzgesetze, allgemeine Gesetzeskunde, Haltung, Erkrankungen und Medikamentenwissen als auch das Fachwissen über Koi und Zubehör, sowie Teichbau und Filtertechnik geprüft werden, darf man ein Geschäft eröffnen. Ich habe diese Prüfung mit gut bestanden und darf mich somit Fachhändler nennen. Gute Haltungsbedingungen und ein artgerechter Umgang mit den Koi werden durch das verantwortliche Veterinäramt in unregelmäßigen Abständen ohne Voranmeldung überprüft und dabei galt mein Betrieb immer als vorbildlich.

Behauptung 14:
Koikauf ist Vertrauenssache

Diese Behauptung ist absolut richtig. Ein seriöser Händler versucht in einem Verkaufsgespräch ohne Hektik und Zeitdruck seinem Kunden dieses Gefühl zu vermitteln. Er hilft bei auftretenden Problemen und übernimmt auch eine beratende Funktion. Bei einem seriösen Händler steht immer der Koi im Vordergrund, trotzdem muss er auch an sein Geschäft denken, schließlich lebt er ja davon. Beratung und Hilfestellung rund um den Koi wird bei mir groß geschrieben. Fragen Sie ruhig auch nach den kostenlosen Seminaren rund um den Koi, die ich in unregelmäßigen Abständen abhalte und schauen Sie mal bei Stammtischen in Süd Hessen vorbei. Diese Stammtische werden vom KLAN und von mir organisiert, um das Hobby Koi jedem etwas näher zu bringen und einen Erfahrungsaustausch untereinander in Gang zu halten.

Behauptung 15:
Parole: Händler XY hat nur kranke und schlechte Koi

Diese Behauptung ist falsch. In keinem anderen Gewerbe funktioniert die Klatschpresse so gut wie im Koigewerbe. Ich kann jedem Kunden nur empfehlen sich sein eigenes Bild von einem Händler zu bilden und nicht nach irgendwelchen Parolen zu urteilen. Aus eigener Erfahrung kann ich nur sagen wie schwer es ist sich einen guten Namen zu erarbeiten und wie leicht es doch ist durch irgendwelche Gerüchte in Verruf zu geraten. Dabei sorgen manchmal selbst die Händler untereinander dafür sich gegenseitig in Verruf zu bringen. Je besser, größer und je beliebter ein Händler wird, desto mehr muß er sich solchen Parolen erwehren. Warum das so ist, das kann ich Ihnen auch nicht beantworten. Ich kann Ihnen nur den guten Rat geben sich selbst von einem Händler ein Bild zu machen und sich nicht von irgendwelchen Parolen beeinflussen zu lassen.

Ihr
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