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様々な Asagi

Eine der ältesten Zuchtformen der Nishikigoi ist der Asagi. Viele Überlieferungen aus Japan bezeichnen den Asagi sogar als Urkoi der Nishikigoi aus dessen Verpaarungen alle weiteren Varietäten entstanden.
 
Asagi sind Nishikigoi mit einem hellen, weißen Kopf, einer blauen Rückenzeichnung und roten Flanken. Die Flossen der Asagi zeigen oftmals diese rote Zeichnung. Besonders in den Brustflossen die zum Teil wie bei dem Showa das schwarze Motoguro zeigen kommt es bei den Asagi zu dieser leuchtenden Rotfärbung die zum Teil auch die ganze Brustflosse rot färbt. Die Hi-Zeichnung der Asagi setzt sich meist vom Kopf beginnend bis zum Schwanz fort, wobei Idealerweise die Zeichnung die Mitte der Tiere nicht überschreitet. Die blaue Zeichnung setzt sich oberhalb der Seitenlinie vom Schwanz beginnend bis zum Beginn des Kopfes fort, dabei sollte der Kopf oder besser gesagt die Kopfplatte hell oder weiß erscheinen.

Asagi sind sehr lebhafte Koi, was auch an ihrem Ursprung und der nahen Verwandschaft zum Magoi liegt. Sie sind nicht einfach zu zähmen und fressen auch nur selten aus der Hand. Sie sind reine Energiebündel die von Kraft nur so strotzen. Eher unscheinbar und immer mit respektvollem Abstand zum Teichrand oder dem Beobachter ziehen sie in den Teichen ihre Bahnen, aber gerade diese Karaktereigenschaft macht den Asagi bei Koikennern so beliebt. Die eindrucksvolle schlanke Körperform mit der Farbenkombination aus Blau, leuchtendem Rot und dem hellen Kopf in Verbindung mit der Netzmusterung über dem Rücken lassen diese Tiere zu einem Blickfang in jedem Teich werden.
 
In der heutigen Zucht unterscheidet man zwei Hauptformen der Asagiblutlinien. Diese sind der Konjo Asagi und der Narumi Asagi.

Andere Zuchtformen und Schuppenkleider werde ich in diesem Artikel noch später erläutern.
 
Der Konjo Asagi hat eine sehr dunkle Blauzeichnung. Seine Schuppentaschen, die für das Erscheinungsbild der Netzmusterung verantwortlich ist zeigt beim Konjo Asagi eine hellblaue bis gräuliche Färbung und wirkt dabei nicht so ausgeprägt und leuchtend wie beim Narumi Asagi.
 
Der Narumi Asagi ist vom seinem Blau etwas heller. Seine Schuppentaschen sind aber weiß. Durch dieses Merkmal zeichnet sich die Netzbeschuppung bei diesen Asagi viel stärker ab als bei den Konjo Asagi. Ihre Zeichnung wirkt intensiver und reiner als bei der graublauen Schuppentasche der Konjo Asagi.
 
Bei allen heute zur Zucht verwendeten Blutlinien hat man zusätzlich noch einen Augenmerk auf die Fukurinbeschuppung gelegt. Damit ist die Schuppentasche gemeint, die etwas größer ist und somit die Schuppe etwas mehr mit Haut überdeckt. Durch diese größere Hautüberdeckung der Schuppen kommt die Netzmusterung noch deutlicher hervor. Diese Netzmusterung finden wir Heute auch bei anderen Koivarietäten wie den Matzuba, Koromo und Kujaku in die dieses besondere Merkmal auch hinein gezüchtet wurde.

In der heutigen modernen Zucht sind ausser dem Ginrin Asagi auch noch zwei weitere Zuchtformen aufgetreten. Der Gyakume Asagi der Otsuka Koifarm ist ein Asagi der eine quasi umgekehrte Schuppenzeichnung zeigt. Hierbei zeigt sich das Schuppeninnere in einem helleren Blau als der Schuppenrand. Auch bei dieser Zuchtform sind die Schuppentaschen weiß. Eher zufällig bei der Verpaarung ist dieses Schuppenbild auf der Otsuka Koifarm entstanden und auch nicht alle Asagi zeigen dieses Schuppenbild, im Gegenteil ist es eher ein sehr kleiner Prozentsatz der Nachkommen. Genauso sieht es bei der Ginrin Fukurin Beschuppung der Asagi von der Hosokai Koifarm aus. Bei diesen sehr selten auftretenden Asagi ist der Schuppenrand mit einer sichelförmigen Glanzbeschuppung überzogen. Das Ginrin zeigt sich dabei wirklich nur an den Schuppenrändern und verleiht dem Asagi einen unglaublichen Glanz der Haut. Die Stabilität dieser Zeichnung ist in jungen Jahren wirklich beeindruckend. Ältere Tiere ab einem Alter von 5 Jahren neigen aber dazu diesen Glanz zu verlieren oder, wenn sie sehr viel Konjo Asagi Blut besitzen Shimis auszubilden.
 
Asagi beeindrucken durch ihre blaue Zeichnung, den scharfen Kontrast des leuchtenden Rots und ihre Netzbeschuppung. Gerade Fehler in der Netzbeschuppung durch fehlende Schuppen, Narben oder Fehlfärbungen lassen die eindrucksvolle Zeichnung schmutzig und unschön erscheinen, genauso wie eine schmutzige, gräuliche oder dunkle Kopfplatte.
 
Die unbeschuppte Form des Asagi nennt man Shusui. Ihren Ursprung haben diese Nishikigoi ausnahmsweise mal nicht in der Niigataregion. Die Region um Tokio ist für die Entstehungsgeschichte der Shusui verantwortlich, als man dort um 1900 Zuchtversuche mit dem deutschen Spiegelkarpfen und Asagi unternahm.
 
Shusui galten und gelten in Japan als sehr wertvoll. Sie sind oftmals um ein vielfachen teurer als vergleichbare Go Sanke. Bei den Shusui ist es besonders die dunkelblaue durchgezogene Schuppenreihe, die sich vom Schulteransatz bis zum Schwanzansatz gleichmäßig auf dem Fisch zeigen sollte, die den Nishikigoi so beeindruckend macht. Je feiner, genauer und klarer sich diese Schuppenreihe zeigt, umso wertvoller und besser gilt das Tier.
 
Bei den Shusui gilt die selben Beurteilungsregeln wie bei den Asagi. Klare Kopfzeichnung, dynamischer Körper, gutes Beni und die blaue Schuppenreihe sollten ein harmonisches Bild ergeben. Zu beachten ist hierbei auch ganz besonders die Körperform. Durch die Einkreuzung des Spiegelkarpfens neigen die Shusui zu einer etwas bauchigen Körperform. Wird diese Bauchausprägung zu stark, so wirkt das Tier einfach nur plump und fett.
 
Shusui gibt es in verschiedenen Rottönen. Bei vielen Blutlinien kann man davon ausgehen, dass je dunkler das Beni ist, der Fisch eher dazu neigt Shimis zu entwickeln und das sich im Laufe der Jahre die Kopfplatte immer mehr verdunkelt. Shusui die eher ein Orangerot haben sind in unseren Breitengraden farbstabiler. Einige japanische Züchter haben mir gesagt, dass richtig gute Shusui nur in sehr weichem Wasser ideal ihre Farben und ihren Glanz entwickeln. Diese Behauptung kann ich so nicht bestätigen. Ich habe sowohl in hartem wie auch in weichem Wasser gute und schlechte Shusui Entwicklungen beobachten können. Ich bin der Überzeugung, das es sich in erster Linie von der Blutlinie her abzeichnet, welcher Shusui sich gut und welcher Shusui sich schlecht entwickelt. 
 
In Japan sind Shusui weit höher angesehen als Asagi und konkurrieren in ihrem Status mit den Go Sanke. In Europa steckt die Liebhaberei für diese Tiere noch eher in den Kinderschuhen. Ich bin aber fest davon überzeugt, dass dieser Varietät die Zukunft weit vor die Kawarimono gehört. 

Ihr

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