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様々な Goshiki und Koromo

Immer größerer Beliebtheit in unseren Teichen erfreuen sich die Varietäten Goshiki und Koromo, doch auf was sollte man achten, wenn man diese Fische selektiert. Dieser Bericht soll ihnen einige Anhaltspunkte liefern, was diese Fische ausmacht und wie man sie bewertet.
 
Goshiki:
 
Über die Entstehung der Goshiki gibt es in Japan mehrere Angaben, die sowohl das erste Erscheinen als auch die Verpaarung, aus der diese Varietät entstand beschreiben. In einem sind sich aber alle Überlieferungen einig, das Muttertier war ein Asagi, ob der Asagi dann mit einem Kohaku, Benigoi, Sanke oder Aka Bekko gekreuzt wurde, kann heute keiner mehr genau sagen. Betrachtet man sich aber die Zeichnung des Goshiki, so ist es durchaus möglich, dass all jene Elterntiere dafür in Frage kamen. Zum ersten Mal vorgestellt wurde der Goshiki 1918, es gibt aber Überlieferungen die noch etwa 30 bis 40  Jahre älter sind und von der Vorstellung eines Asagi Goshiki sprechen.
 
Der Name Goshiki bezieht sich auf die Farben die diese Varietät zeigt und heißt übersetzt fünffarbig. Ein Goshiki vereint also fünf Farben in sich. Rot, Schwarz, Weiß, Blau und Grau, wobei in Japan das Grau nicht erwähnt wird, hier sprechen die Fachleute von Hell- und Dunkelblau. Diese verschiedenen Farbschläge sind von Laien auch schwer zu erkennen und müssen auch nicht immer auf jedem Goshiki eindeutig erscheinen. Besonders das Hellblau wirkt oftmals eher verwaschen und erscheint dem normalen Betrachter als Grauschattierung.
 
In der heutigen modernen Zucht der Goshiki unterscheidet man in zwei Farbschläge. Der Kuro Goshiki besticht durch seine fast schwarze Körperfarbe mit leuchtender roter Zeichnung, wobei diese Rotzeichnung durchaus durch schwarze Schuppenränder oder teilweise schwarze Flecken überdeckt sein kann. Der Shiro Goshiki ist wie sein Name schon sagt der helle Vertreter seiner Art. Hier wurde das dynamische Schwarz der Körperzeichnung fast vollständig durch Weiß oder Hellblau ersetzt. Diese Fische sind besonders in jungen Jahren nur sehr schwer von den Koromo zu unterscheiden, da sich bei dieser Zuchtform die blaugraue Körperfarbe erst ab einem Alter von etwa 2 Jahren vollständig ausbildet. In jungen Jahren lässt sich die Hauptkörperfarbe oft nur erahnen oder zeigt sich nur an einigen Stellen des Körpers.
 
Goshiki gehörten ursprünglich zur Klasse der Kawarimono. In Japan hat sich die Zucht der Goshiki aber immer mehr etabliert und seit 1988 wird auf großen Shows der Goshiki anders wie in Europa in einer eigenen Klasse gerichtet. Die Körperform der Goshiki ist sehr nah an der Form der Asagi, sie ist eher schlang und dynamisch mit einem etwas spitzeren Kopf. Bei dieser Varietät heißt es einfach, erlaubt ist was gefällt. Wie sich die Zeichnung auf den Körper legt, alles Geschmackssache des Betrachters. Sie sollten bei der Wahl von jungen Tieren aber darauf achten, dass besonders die Rotzeichnung recht dick und klar ist. Im Alter neigen alle Goshiki dazu nach zu dunkeln und mehr Blau auszubilden. Besonders sehr hartes Wasser fördert die Ausbildung von Sumi und Blau und legt sich davon zu viel auf das Rot, so sehen diese Fische im Alter eher schmutzig und unsauber aus. Die Kopfpartie sollte nicht gelblich erscheinen, eine gelbliche Kopfpartie, wie man sie auch bei Koromo und Kohaku manchmal findet verliert sich nicht und ist ein Schönheitsmanko, das sich über die Jahre noch verstärkt. Sehr weiches Wasser kann aber auch die Körperfarbe negativ beeinflussen und den Glanz der Blau- und Sumitöne verblassen lassen. Einen Goshiki in den Teich zu setzen ist auch ein kleines Experiment. Diese Fische sind wie Kummonryu und Beni Kummonryu recht wandelbar und können ihr Erscheinungsbild ändern. Die Farben der Tiere zeigen sich dabei nicht nur von der Wasserhärte, sondern auch von der Wassertemperatur in unterschiedlichem Glanz. Je härter und kälter das Wasser, desto kräftiger ist der Glanz.
 
In Japan hat man immer wieder versucht andere Varietäten mit den Goshiki zu kreuzen. Das Ziel war und ist es immer größere Tiere mit sehr guter Körperform zu züchten und dabei die Stabilität der Farbgebung zu verbessern. Aus diesen Einkreuzungen entstanden auch noch zwei weitere Vertreter der Goshiki, diese beiden Zuchtformen sind der Goshiki Sanke und der Goshiki Showa. Beide Zuchtformen zeigen eigentlich in den Augen des normalen Betrachters die Hauptaugenmerke von Showa und Sanke, nur ihre Körperfarbe ist nicht mehr weiß, sondern erscheint in einem Hellblau und genau so sollte man diese Tiere auch selektieren. Achten Sie auf eine ausgewogene klare Zeichnung von Sumi und Hi und eine gleichmäßige hellblaue Körperfarbe und einen sauberen nicht gelbstichige Kopfpartie.
 
Koromo:
 
Seine Entstehungsgeschichte ist im Vergleich zum oben beschriebenen Goshiki einfacher. Die ersten Koromo wurden in den 50er Jahren in Niigata durch die Verpaarung von Asagi und Kohaku gezüchtet. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf dem Erscheinungsbild des Kohaku. Diese Varietät soll die Eigenschaften des Kohaku besitzen, also einen schneeweißen Körper mit roten Flecken. Die Körperform sollte dabei nicht mit der des Asagi zu vergleichen sein, sondern eher breiter und muskulöser wirken, dies gilt auch für den Kopf, der wie die Körperform schneeweiß und nicht zu spitz sein sollte. Heute werden Koromo rein aus Koromo Verpaarungen gezüchtet. Soll eine Linie verfeinert werden oder mit frischem Blut aufgewertet werden, so setzt der Züchter zum Koromo Kohaku ein. Das Einkreuzen von Kohaku soll dabei die Reinheit der weißen Haut, die Farbtiefe der roten Zeichnungselemente, das Größenwachstum und die Körperform verbessern.
 
Die Beurteilung von Koromo unterliegt sehr strengen Richterkriterien. Wie oben schon beschrieben liegt das Hauptaugenmerk auf der Körperform aber auch die Zeichnung ist sehr wichtig. Sie sollte wie beim Kohaku Idealerweise gleichmäßig auf dem Körper verteilt liegen. Die Kopfpartie sollte sauber abgegrenzt und nicht zu stark mit Farbe überzogen sein. Ganz  rote Köpfe wirken unschön. Die Zeichnung sollte die Augen nur berühren oder umschließen aber nie im Auge zu erkennen sein. Wie beim Kohaku sollte die Zeichnung nur bis zur Mitte des Nishikigoi gehen und auf keinen Fall in die Flossen hineinragen oder die Flossen gar ganz färben. Sie sehen, dass es gar nicht so einfach ist, einen Koromo zu bewerten. Hält man sich aber im Großen und Ganzen an die Richterkriterien von Kohaku, so ist man auf der sicheren Seite.
 
Koromo werden in drei Zuchtformen unterschieden. Ai Koromo und Sumi Koromo sind die Zuchtformen die am meisten zu finden sind. Der begehrteste unter den Koromo ist aber der Budo Koromo. Budo heißt übersetzt soviel wie Traube. Hierbei sollte die Zeichnung des Koromo sich wie ein Traubenstängel darstellen und eine indikoblaue bis violette Zeichnung aufweisen die sich samtweich unter die Rotzeichnung legt. Budo Koromo zeigen eine schneeweiße Haut und eine violettrote Zeichnung. Die Zeichnung ist klar und nicht durch Sumiflecken, Shimis oder Schuppenfehler unterbrochen. All diese Dinge mindern den Wert eines Koromo ungemein. Diese Zuchtform ist sehr selten und tritt selbst bei den besten Koromozüchtern in einer äußerst geringen Stückzahl auf. Tiere der absoluten Spitzenklasse werden um ein vielfaches teurer gehandelt wie jeder Go Sanke.
 
Der Ai Koromo ist genau genommen nichts anderes wie ein Kohaku, dessen Schuppen oder Schuppenränder eine blaue Zeichnung aufweisen und wie alle Koromo ist er auch so zu bewerten. Das Ai bezeichnet dabei die indikoblaue Zeichnung, die sich Idealerweise an den roten Schuppenrändern sehr stark und in der Schuppenbasis nur andeutungsweise oder gar nicht zeigt.
 
Bei den Sumi Koromo ist die rote Zeichnung komplett mit blau unterlegt. Hierbei ist darauf zu achten, dass die Zeichnung klar abgegrenzt ist und in einem gleichmäßigen Farbton erscheint. Unterschiedlich ausgeprägte Färbung sollte ab einem Alter von zwei Jahren nicht mehr zu erkennen sein. In jungen Jahren lassen sich Ai Koromo und Sumi Koromo für den Laien nur schwer unterscheiden. Einfach wird es jedoch, wenn man sich die Kopffärbung anschaut. Der Ai Koromo zeigt dabei die Farbe des Kohaku, also ein reines Hi. Der Sumi Koromo hat im Gegensatz dazu das Hi schon in jungen Jahren mit Blau unterlegt und somit erscheint das Kopfrot eher violett oder schwarz.
 
Abschließend sei nochmals erwähnt, dass es bei der Entscheidung, welchen Typ von Koromo man im Teich haben will einen Grundsatz gibt. Will man einen stabilen sich kaum veränderbaren schönen Koromo haben, so sollte man sich immer für den Sumi Koromo entscheiden. Bei dieser Zuchtform sieht man schon in jungen Jahren die Entwicklung von Körperform und Farbgebung. Bei Ai Koromo spielen in der Entwicklung auch die Wasserparameter eine entscheidende Rolle. Zu hartes Wasser sorgt für eine sehr starke Ausbildung des Ai und dadurch verlieren die Fische ihre Eleganz und wirken in der Zeichnung unausgewogen ja sogar schmutzig. Beurteilen sie den Koromo immer zuerst aus der Sicht als würden Sie einen Kohaku selektieren. Erst wenn Körperform, Reinheit der Haut, saubere Kopfpartie und die Verteilung der Zeichnung stimmen sollten sie sich die Zeichnung genauer anschauen und dann entscheiden ob diese Varietät ein weiteres Highlight in ihrem Teich ist.


Ihr

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